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HPL-Platten und HPL-laminierte Arbeitsplatten – wie man sich nicht täuschen lässt
HPL-Platte vs. HPL-laminierte Arbeitsplatte – warum das nicht dasselbe ist (auch wenn der Name täuscht)
„HPL ist HPL” – so könnte man denken, wenn man die Angebote von Möbel- und Baumärkten durchstöbert. Das Problem dabei ist, dass sich hinter derselben Bezeichnung zwei völlig unterschiedliche Produkte verbergen, und der Unterschied zwischen ihnen ist keine Nuance, sondern ein grundlegender Unterschied im Aufbau, in der Langlebigkeit und darin, wie lange ein Element in Ihrem Zuhause oder Unternehmen halten wird. In diesem Artikel erklären wir, worin dieser Unterschied genau besteht – und warum es sich lohnt, ihn zu kennen, bevor Sie für ein Produkt bezahlen, das ähnlich aussieht, sich aber völlig anders verhält.
Vollmassive HPL-Platte – dieselbe Materialart von oben bis unten
Im vorherigen Artikel haben wir beschrieben, wie eine HPL-Platte entsteht: mehrere Schichten harzgetränktes Zellulosepapier, unter hohem Druck und hoher Temperatur zu einer kompakten, einheitlichen Struktur verpresst. An dieser Stelle lohnt es sich, etwas zu klären, das oft für Verwirrung sorgt: Eine vollmassive HPL-Platte (sogenanntes Compact-HPL) hat im Inneren tatsächlich häufig einen dunklen, meist schwarzen Kern, auf den ein- oder beidseitig eine dekorative HPL-Schicht in der gewählten Farbe oder im gewählten Dekor aufgebracht ist – etwa Weiß, Holz oder Beton. Das ist ein völlig normaler und weit verbreiteter Aufbau für diese Art von Platten.
Der entscheidende Unterschied liegt jedoch darin, woraus dieser Kern besteht. Bei einer vollmassiven HPL-Platte ist der Kern nach wie vor dieselbe Materialart wie die dekorative Schicht – also verpresste, mit hitzehärtenden Harzen getränkte Papierschichten. Es ändert sich die Farbe und das Dekor an der Oberfläche, nicht aber die Materialart im gesamten Querschnitt der Platte. Es handelt sich nach wie vor um ein dichtes, in Struktur und Eigenschaften einheitliches Hochdrucklaminat – von einer Seite zur anderen.
Deshalb behält eine vollmassive HPL-Platte ihre wichtigsten Eigenschaften unabhängig davon, an welcher Stelle Sie sie durchschneiden oder zerkratzen: Die Beständigkeit gegen Feuchtigkeit, Stöße, hohe Temperaturen und Abrieb betrifft den gesamten Querschnitt, nicht nur eine dünne Oberflächenschicht. Ein tieferer Kratzer kann den dunkleren Kern darunter freilegen (was bei manchen Dekoren sogar ein gewollter optischer Effekt ist), legt aber niemals ein Material frei, das im Wasser aufquillt oder seine Struktur verliert.
HPL-Laminat – also HPL nur an der Oberfläche
Eine ganz andere Geschichte hat die sogenannte „HPL-laminierte Arbeitsplatte” oder „HPL-laminierte Platte”. In der Praxis handelt es sich dabei um eine gewöhnliche Spanplatte oder MDF-Platte, auf die ein dünnes Blatt HPL-Laminat aufgeklebt wurde – meist mit einer Stärke von einem Bruchteil eines Millimeters. Der Kern einer solchen Arbeitsplatte besteht aus einer holzbasierten Spanplatte oder MDF, also einem Material mit völlig anderen Eigenschaften als HPL.
Der optische Effekt kann dabei sehr ähnlich sein – Farbe, Muster und manchmal sogar die Struktur können nahezu identisch aussehen wie bei einer vollmassiven HPL-Platte. Das Problem tritt jedoch dort auf, wo die Ästhetik nicht mehr ausreicht und der alltägliche Gebrauch beginnt.
Warum das in der Praxis von Bedeutung ist
Die dünne Laminatschicht auf der Oberfläche von Spanplatte oder MDF ist im Grunde nur eine „Fassade”. Sobald diese Schicht beschädigt wird – tiefer zerkratzt, Kanten splittern ab, oder Feuchtigkeit findet über eine undichte Fuge oder Kantenverarbeitung ihren Weg ins Innere – offenbart sich darunter die wahre Natur einer solchen Arbeitsplatte: Spanplatte oder MDF, Materialien, die bei Wasserkontakt aufquellen, ihre Form verlieren und sich strukturell auflösen.
Das ist ein grundlegender Unterschied im Vergleich zu einer vollmassiven HPL-Platte. Zwar kann sich auch unter der dekorativen HPL-Schicht ein Kern in einer anderen Farbe verbergen – meist dunkel oder schwarz. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass dieser Kern nach wie vor dieselbe Materialart wie die obere Schicht ist: verpresstes, harzgetränktes Laminat, keine holzbasierte Platte. Deshalb legt selbst ein tieferer Kratzer oder eine Kantenbeschädigung nichts frei, das im Wasser aufquillt, seine Steifigkeit verliert oder sich auflöst – anders als bei einer laminierten Spanplatte oder MDF-Platte.
Ähnlich verhält es sich mit der Stoß- und Belastungsfestigkeit. Eine dünne HPL-Beschichtung auf einer Spanplatte kann bei einem stärkeren Stoß reißen oder abplatzen und dabei den weichen, beschädigungsanfälligen Kern freilegen. Eine vollmassige HPL-Platte hingegen absorbiert dank ihrer einheitlichen, dichten Struktur über die gesamte Stärke solche Stöße deutlich besser.
Es gibt noch einen Aspekt, über den selten gesprochen wird: Kanten und Verbindungen. Bei laminierten Arbeitsplatten sind gerade die Kanten – Schnittstellen, Ausschnitte für Spülbecken oder Kochfelder – der schwächste Punkt. Genau dort endet das Laminat, und Feuchtigkeit oder Wasserdampf haben den leichtesten Zugang zum empfindlichen Kern. Bei einer vollmassiven HPL-Platte ist die Kante nach wie vor dasselbe widerstandsfähige Material – es gibt hier kein „schwaches Glied”.
Preis – woher der Unterschied kommt
Es lässt sich nicht verbergen – eine vollmassive HPL-Platte kostet mehr als eine Arbeitsplatte aus laminierter Spanplatte oder MDF. Das ist jedoch weder Zufall noch eine Frage der Gewinnspanne, sondern eine schlichte Folge dessen, wie viel Material und Arbeit tatsächlich in das Produkt einfließen. Die Herstellung einer durchgehend einheitlichen Platte aus Papier- und Harzschichten ist ein völlig anderer Prozess und verursacht völlig andere Rohstoffkosten als das Verkleben einer günstigen Holzwerkstoffplatte mit einem dünnen Laminatblatt.
Der Preisunterschied spiegelt also wider, was Sie tatsächlich kaufen: im einen Fall ein durch und durch solides Material, im anderen einen günstigeren Kern, „verkleidet” mit einer Schicht, die schön aussieht – solange sie nicht beschädigt wird.
Unser Ansatz
Genau deshalb finden Sie in unserem Angebot ausschließlich vollmassive HPL-Platten – ohne Kompromisse in Form von laminierten Spanplatten oder MDF. Wir bieten lieber ein Produkt an, das tatsächlich Jahre intensiver Nutzung in Küche, Bad oder an der Fassade übersteht, als eines, das auf dem Foto gut aussieht und nach ein paar Jahren seine Schwächen offenbart.
Wenn Ihnen an einem Material gelegen ist, das die Bezeichnung „langlebig” wirklich verdient – bei formatkanawymiar.pl finden Sie eine breite Auswahl an vollmassiven HPL-Platten in verschiedenen Farben, Stärken und Dekoren. Das ist eine Investition, die sich auszahlt – in Form von Jahren störungsfreier Nutzung, ohne Sorgen um Feuchtigkeit, Stöße oder Abplatzungen.